Linktausch: Worauf sollte man achten?

Eine Website mit nützlichem Content zu betreiben, ist eine schöne Sache. Aber eine solche Seite braucht auch Nutzer. Deshalb muss man dafür sorgen, dass die eigene Website bekannt wird, um möglichst viele Besucher anzulocken. Ein Instrument dafür ist der Linktausch. Das Prinzip ist ganz einfach: Die Betreiber zweier Internetseiten vereinbaren, einen Link in ihre Webpräsenz einzubauen, der auf die jeweils andere Seite verweist. Dadurch werden Besucher der einen Seite auch auf die des Partners gelenkt. Und es gibt einen weiteren hochwillkommenen Effekt: Suchmaschinen arbeiten nicht nur mit Keywörtern, sondern analysieren auch die Verlinkung der Seite und deren Nutzung. Richtig platzierte Links können also dazu beitragen, dass eine Internetseite bei den Suchergebnissen auf Google und Co. nach oben rutscht.

Linktausch will gut überlegt sein

Die Gleichung “viele Links = ganz oben in der Ergebnisliste” geht allerdings nicht auf. Die Suchmaschinen kennen schließlich ihre Pappenheimer! Unglaubwürdige Links oder zu viele Verweise können dazu führen, dass die Seite von der Suchmaschine “aussortiert” wird. Längst gibt es Agenturen, die den Linktausch vermitteln, oder Linktauschprogramme als Software. Auch wenn die immer ausgefeilter werden, kann es doch böse Folgen haben, wenn der Einsatz von solchen Hilfsmitteln auffliegt. Suchmaschinen schätzen solche Tricks nämlich gar nicht. Und noch etwas gilt es zu bedenken: Die Besucher der eigenen Website reagieren wahrscheinlich verärgert, wenn sie per Link auf Seiten verwiesen werden, die ihnen keinen Mehrwert bringen.

Drum prüfe, wer sich bindet

Wenn also eine Anfrage nach einem Linktausch eintrudelt, sollte man sich zuerst einmal schlau machen, mit wem man sich da zusammenschließt. Es gibt eine ganze Menge von Hinweisen darauf, ob die Anfrage echtes Interesse signalisiert oder ob nur jemand versucht, sich möglichst breit gestreut zu verlinken. Wichtig ist zunächst einmal der Text der Anfrage. Handelt es sich um eine Massenmail? Sind Rechtschreibung und Grammatik korrekt? Heißt es nur “Sehr geehrte Damen und Herren” oder wird der Webmaster mit Namen angesprochen? Setzt sich die Anfrage eher aus Textbausteinen zusammen oder zeigt sie, dass der mögliche Linkpartner sich wirklich mit der Seite beschäftigt hat? Passen beide Seiten thematisch gut zusammen oder gibt es nur wenige Berührungspunkte?

Gute Partnerschaft zahlt sich aus

Schließlich lohnt es sich auch zu recherchieren, wer der potenzielle Partner beim Linktausch ist. Bietet die Webseite einen adäquaten Gegenwert? Findet man dort nützlichen Content oder entsteht eher der Eindruck, dass die Texte nur dazu da sind, um einen Link zu rechtfertigen? Entsprechen die Angaben in der Anfrage der Wahrheit? Ein Blick ins Impressum verrät, wer der Betreiber der Website ist. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn dort kein Text, sondern eine Grafik steht. Damit will der Pagemaster wahrscheinlich verhindern, dass die Seite in den Suchergebnissen erscheint, wenn beispielsweise der Firmenname recherchiert wird. Ebenso wichtig ist die Frage, wie der Betreiber sich in der Anfrage selbst vorstellt. Nennt er seinen vollständigen Namen, den Firmennamen und die Adresse? Wenn am Ende alle Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, steht einer fruchtbaren Partnerschaft nichts im Wege. Ein Linktausch kann sich durchaus lohnen. Er sollte aber nicht vorschnell oder nur aus Höflichkeit vereinbart werden.

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