Lohnt sich eine Facebook-Präsenz für Handwerker?

Wo man sich früher noch in Zeitungen Anzeigen setzen ließ, da steht heute nach Meinung zahlreicher Fachleute Facebook – das soziale Netzwerk hilft zahllosen Betrieben aus ganz unterschiedlichen Märkten, sich eine Präsenz im Internet zu errichten und um Neukunden zu werben. Manche sagen, ohne ein Facebook-Account könnten Betriebe heutzutage nicht mehr überleben. Auch bei Handwerkern oder Unternehmern in der Baubranche stellt sich deshalb rasch die Frage, ob eine Facebook-Präsenz die Kundenschaft nennenswert steigern würde.

Ein klares Pro-Argument ist natürlich der viel umstrittene, Facebook‘sche „Like“-Button. Drückt ein Nutzer diesen Button, erscheint der Eintrag in der Pinnwand und teils auch in den Newsstreams der Freunde, für alle prominent sichtbar. Setzt sich das so fort, entdecken vielleicht einige der im Schnitt mehr als 100 Freunde des Nutzers diese Seite für sich und liken sie ebenfalls. Ein freundlicher Schneeball-Effekt, wenn man so will. Hinzu kommt, dass sich neue Nachrichten auch schnell verteilen. Gibt das Unternehmen eine News heraus, erscheint diese innerhalb von Sekunden bei allen Fans.

Dafür stellt sich allerdings wiederum die Frage, wie viele der potentiellen „Liker“ auch wirklich an solch einer Seite interessiert sind. In Facebook ist es ein leichtes, schnell eine schwindelerregend hohe Zahl an „Freunden“ zu bekommen, ohne sie wirklich kennen zu müssen. Daher wiederum stellt sich die Frage, ob die Anhängerschaft wirklich am eigenen Angebot interessiert ist oder etwa nur zufällig die letzten 50 Empfehlungen durchgeklickt und dabei zufällig auf „Like“ gegangen ist.

Gerade wenn es um Internetpräsenzen geht, sollte man im Vergleich zu klassischen Werbe-Methoden genug Zeit einrechnen. Eine Facebook-Unternehmensseite wird nur von ihren Anhängern wahrgenommen, wenn sie regelmäßig News, Updates und neue Infos bekommt. Ist man den Umgang mit sozialen Netzwerken nicht gewöhnt, kann dies auf Dauer stressig werden. Bei einer Facebook-Seite, die seit Monaten oder gar Jahren kein Update mehr erhalten hat, „passiert“ auch im Unternehmen dahinter für alle Fans nichts mehr.

Zudem gibt es die Möglichkeit, für relativ günstige Klickkosten (40 – 80 Cent) regionale Werbung von Facebook freischalten zu lassen. Diese Gelegenheit beschränkt sich allerdings nicht nur auf Facebook; auch etwa über Google AdWords lässt sich im Netz Werbung platzieren.

Da das Internet wie kaum ein anderes Medium im Wandel ist, lässt sich schwer abschätzen, wohin Facebook, Twitter & co. in Zukunft führen werden und ob diese Lösungen auf Dauer ernsthaft und effektiv sind. Wir empfehlen generell die Einrichtung einer Facebook-Präsenz, da dadurch ohne weitere Kosten und mit nur geringem Zeitaufwand geworben werden kann. Wer aber davor zurückscheut oder nicht genug Zeit aufwenden kann, der wird auch ohne Facebook sicherlich Erfolg haben.

2 Antworten
  1. Sven
    Sven says:

    also ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Handwerker in Facebook ausgesucht. Ich denke das erste Kontaktmittel ist immer noch das Branchenbuch, dann vielleichtergänzend die Webseite. Facebook könnte hier allenfalls ergänzend als Empfehlungsmöglichkeit für zufriedene Kunden erwähnt werden.die dann wiederum prominent auf der Webseite erwähnt werden müsste.Denn virale Verbreitung ist hierbei wahrscheinlich nicht in dem Maße gegeben wie ein “süüüüßes” Katzenbild oder ein Failvideo. Likes auf repapierte Klos werden wahrscheinlich die Verbreitung in erster Ebene (also bei den direkten Freunden) vielleicht noch irgendwelche Reaktionen -welcher Art auch immer- auslösen dann aber verebben.

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